Im Volkswagen-Konzern geht die Angst um: Die Pläne von VW-Chef Oliver Blume sehen in Deutschland die Schließung von vier Werken vor, um das Unternehmen zu sanieren. Auf der Kippe stehen die Produktionsstätten in Hannover und Emden (Niedersachsen) sowie im sächsischen Zwickau sowie das einstige NSU-Werk in Neckarsulm im nördlichen Baden-Württemberg. Gegründet 1880, stieg die Fabrik am Zusammenfluss von Neckar und Sulm nach dem Zweiten Weltkrieg zum größten Motorradhersteller der Welt auf, bevor die Autoproduktion mit NSU Prinz, dem Sport-Prinz (Foto) und dem NSU/Wankel Spider als erstem Kreiskolben-Pkw und Ro 80 dominierte. 1969 kam es zum Zusammenschluss zur Audi NSU Auto Union AG, die seit 1985 Audi heißt. Mit Verweis auf Geschichte und Innovationskraft des Neckarsulmer Standorts fordern die Mitglieder der NSU-Clubs Deutschland in einer Pressemitteilung nun, das Werk zu erhalten und mit der Entwickung zukunftsträchtiger Fahrzeuge zu betrauen. Ferner sichern sie der von Jobverlust betroffenen Belegschaft volle Unterstützung im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze zu.