Ende September feierte der neue „Techno Classica Salon“ seine Premiere in Dortmund – kompakter, aufgeräumter und ein bisschen mehr Salon als Massenveranstaltung.
Der Neustart war damit auch ein Versuch, eine inzwischen etwas aus der Zeit gefallene Messeform neu zu sortieren, denn die Zeiten, in denen schiere Fläche und die Anzahl der Hallen automatisch Eindruck machte, sind vorbei, wenn vielleicht auch nur vorerst. Der Klassikermarkt ist selektiver geworden, Käufer schauen genauer hin, und auch bei Veranstaltungen zählt inzwischen eher die Qualität des Angebots als die Zahl der belegten Quadratmeter.
In Dortmund verteilten sich laut Veranstalter mehr als 2700 Sammlerobjekte auf rund 50.000 Quadratmeter und sechs Hallen. Händler, Restauratoren, Teile- und Accessoire-Anbieter sowie mehr als 100 Markenclubs sorgten für eine Mischung aus Handel, Technik und Szeneleben. Das Angebot reichte vom hochpreisigen Sammlerstück bis zum Youngtimer – wobei Letztere längst nicht mehr automatisch für niedrige Einstiegspreise stehen.
Bemerkenswert ist vor allem die Verkaufsbilanz. Rund 150 Fahrzeuge sollen während der vier Messetage den Besitzer gewechselt haben. Nach Angaben der Veranstalter funktionierte besonders das obere Preissegment gut, während Käufer im mittleren Bereich deutlich genauer auf Zustand, Historie und Preis achteten. Das klingt weniger nach Kaufrausch als nach einem Markt, der wieder genauer rechnen gelernt hat. Für etwas Bewegung sorgte der sogenannte Car Walk, bei dem ausgewählte Fahrzeuge nicht nur dekorativ herumstanden, sondern auch in Bewegung auf einer Bühne vorgestellt wurden.