Seit dem 12. August 2026 wird die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) der Europäischen Union angewendet. Ziel der Verpackungsverordnung ist es, bis 2040 Verpackungsabfälle um 15 Prozent zu reduzieren und gleichzeitig die Recyclingquote zu erhöhen. Ab sofort müssen Händler nachweisen, dass ihre Verpackungen die EU-Verordnung erfüllen und ihre versendeten Verpackungsmengen regelmäßig melden. Importeure stehen damit vor der Herausforderung, dass auch die Verpackungen von Waren, die außerhalb der EU produziert wurden, der PPWR entsprechen müssen.
Des Weiteren benötigen Unternehmen in den Ländern, in denen sie keine Vertretung haben, einen lokalen Bevollmächtigten als Ansprechpartner, um weiter dorthin verschicken zu dürfen. Diese teure Anforderung entfällt nur, wenn an einen gewerblichen Zwischenhändler geliefert wird. Während Rockauto aus diesem Grund den Versand in die Europäische Union aussetzt, liefert Summit Racing zum Beispiel weiter. Besonders problematisch wird die neue Gesetzesregelung für kleine Händler, die sich nicht für jedes der 26 EU-Nachbarländer den gesetzlich vorgeschriebenen Ansprechpartner leisten können. Oliver Knittel, Inhaber von American Speed ’n’ Classics, hierzu: „Aktuell wissen wir nicht, woran wir sind.
Die Verordnung ist nun in Kraft, ob Kleinunternehmen, die sich nicht in jedem EU-Land einen unterm Strich teuren, aber sinnlosen Ansprechpartner erlauben können, davon ausgenommen werden, entscheidet das EU-Parlament allerdings erst im Oktober 2026.“ Offenbar gleicht allerdings der Umstand, dass zum Beispiel Rockauto aktuell nicht in die EU versendet, das faktische Exportverbot für kleine Händler aus. „Seit der Ankündigung, dass Rockauto nicht mehr Europa versorgt, ist unser Bestellaufkommen spürbar gewachsen“, so Knittel gegenüber AMERICAN CLASSICS weiter. Ein wesentlicher Punkt der Europäischen Union, der Freihandel, steht aktuell hausgemacht unter Druck. ★