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Es begann auf der Avus

100 Jahre Großer Preis von Deutschland

Es begann auf der Avus

Sportwagen und nicht etwa Grand-Prix-Renner gingen am 11. Juli 1926 beim allerersten Großen Preis von Deutschland an den Start. Ende 1925 war der AvD, sieben Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, endlich vom FIA-Vorgänger AIACR anerkannt worden, was den Deutschen den Weg ebnete, selbst einen Großen Preis zu veranstalten. Da es hierzulande keine geeigneten Grand-Prix-Wagen gab und man nicht den Ausländern das Feld überlassen wollte, schrieb der AvD das Rennen auf der Berliner Avus kurzerhand für Sportwagen aus, de facto war es jedoch ein formelfreies Rennen. Mercedes schickte zwei durch Notsitze zu Sportwagen umgebaute Zweiliter-Rennwagen an den Start, gefahren von Rudolf Caracciola und Adolf Rosenberger. Rund 230.000 Zuschauer verfolgten den Lauf, der vom schweren Unfall Rosenbergers überschattet wurde: Bei einsetzendem Regen kam er ausgangs der Nordkurve von der Strecke ab, wobei zwei Zeitnehmer starben. Nach 20 Runden über 508,77 km siegte Rudolf Caracciola mit einem Schnitt von 135 km/h.

OLDTIMER MARKT 8/2026