Rudi Klein (1936–2001) war eine Legende: Als Chef und Gründer der Firma „Porche Foreign Auto Parts“ (der Schreibfehler war Absicht) zog er in Los Angeles und Umgebung Unfallwagen ausländischer Marken an Land, darunter zahllose abgelebte Porsche, abgelegte Mercedes und abgehalfterte Exoten. Dass Klein ein Kauz war, trug zum Mythos bei. Die millionenschwere Versteigerung der Firmenreste – darunter gleich mehrere Lamborghini Miura und ein Alu-Flügeltürer – nahmen die Autoren Appel und Geiger 2024 zum Anlass, diesen surrealen Ort noch einmal fotografisch zu dokumentieren und textlich recht oberflächlich zu beschreiben. Nach Kleins Tod hätten seine Söhne das Areal abgeschlossen und 20 Jahre lang niemanden mehr reingelassen, heißt es da. Klingt spektakulär, stimmt aber nicht: Die Söhne führten das Geschäft zunächst weiter, räumten auf, verkleinerten die Bestände. Das geht auch aus einem Vergleich mit dem Buch „Junk Yard“ des Fotografen Dieter Rebmann hervor (Heel Verlag, 2017), der zu Lebzeiten Kleins doch mal reindurfte.