Anlässlich der Präsentation des neuen Dacia Spring hat Firmenchefin Katrin Adt die EU-Regulierungswut bei Kfz scharf kritisiert. Der europäische Markt habe seit 2019 rund drei Millionen verkaufte Fahrzeuge verloren. Ein Rückgang, der in keiner anderen Region der Welt stattgefunden habe. Als Grund benennt sie die kostentreibende Zunahme von Sicherheits-Assistenten. Rund 100 EU-Vorschriften habe Dacia bereits umgesetzt, bis Ende 2027 seien weitere 107 zu erfüllen. Ein Viertel des gesamten Forschungs- und Entwicklungsbudgets sowie der Ingenieurskapazitäten fließe inzwischen in die Erfüllung von Emissions- und Sicherheitsauflagen.
Ob das den Kundenwünschen entspreche, bezweifelt Katrin Adt. Der„Zauberknopf“, mit dem man in aktuellen Dacia- und Renault-Modellen etliche Assistenzsysteme abschalten könne, sei „der meistgenutzte Schalter in unseren Autos“. Gemeinsam mit anderen Herstellern habe man die EU-Kommission aufgefordert, zumindest für Kleinwagen einen Regulierungsstopp zu verhängen, um bezahlbare Mobilität überhaupt noch zu ermöglichen.