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Jack Sears ist tot

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Champion im direkten Duell

Der britische Rennfahrer Jack Sears ist am 6. August 2016 im Alter von 86 Jahren gestorben. Sears gewann zweimal die britische Tourenwagenmeisterschaft. 1958 (am Steuer eines Austin A 105) lag er am Ende der Saison punktgleich mit Tommy Sopwith an der Spitze des Klassements, erst ein Entscheidungsrennen auf für beide Fahrer neutralen Riley 1.5s brachte die Entscheidung - und Sears wurde mit 1,6 Sekunden Vorsprung zum allerersten Champion der Rennserie gekürt. 1963 errang er den Titel abermals, dieses Mal jedoch mit einem Ford Galaxie, der eigentlich aus der amerikanischen Nascar-Serie stammte. Das riesige Siebenliter-Geschoss war im Vorfeld als völlig untauglich für die engen englischen Rennkurse abgetan worden. Sears deklassierte jedoch seine vornehmlich aus Jaguar Mk 2 bestehende Konkurrenz regelmäßig.

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Vom Rennfahrer zum Landwirt

Jack Sears startete vier Mal bei den 24 Stunden von Le Mans, sah jedoch nur zweimal die Zielflagge: 1963 errang er zusammen mit Mike Salmon auf einem Ferrari 330 LMB einen achtbaren fünften Rang und 1965 reichte es zusammen mit Dick Thompson für Platz acht in einem Cobra Daytona Coupé. Nach einem schweren Unfall bei Tests mit einem Lotus 40 in Silverstone beendete er seine Karriere und widmete sich der Landwirtschaft. Er blieb aber immer den Autos verbunden, vor allem Klassiker hatten es im angetan, denn schon sein Vater sammelte alte Rennwagen. Jack Sears besaß selbst immer mehrere Oldtimer, Anfang der neunziger Jahre kaufte er seinen ehemaligen Meisterschaftswagen von 1963, den weißen Ford Galaxie, zurück (siehe OLDTIMER MARKT 1/2015). Auch beim Festival of Speed in Goodwood gehörte er stets zu den gern gesehenen Gästen.