Noch ist der Hammer nicht gefallen

Weitermachen trotz vorläufiger Insolvenzverwaltung

Am 16. Januar meldete das Online-Auktionshaus Auctionata Insolvenz an – dabei galten die Berliner vor Kurzem noch als Börsenkandidaten. Auctionata werde seine Auktionen in vollem Umfang fortführen, heißt es nun. Alle Verkaufserlöse würden treuhänderisch verwaltet und stünden „unter dem Schutz des vorläufigen Insolvenzverwalters“. Waren, die sich in den Lagerräumen befinden, blieben Eigentum ihrer Einlieferer. Auch für Bieter ändere sich vorerst nichts.

Auctionata ist ein in Berlin ansässiges Livestream-Auktionshaus, das sich auf Kunst, Antiquitäten und Sammlerstücke wie Oldtimer spezialisiert hat. Die erste Auktion fand im Dezember 2012 statt. Aufsehen erregte in der Oldtimerszene vor allem die Versteigerung eines VW T1 Samba (Barndoor) für 190.000 Euro auf der Motorworld Classics in Berlin im Oktober 2015. Erst im Mai 2016 fusionierte Auctionata mit dem US-amerikanischen Konkurrenten Paddle8. Die hohen Kosten durch den Zusammenschluss und eine geplatzte Finanzierung zwangen das Auktionshaus nun die vorläufige Insolvenzverwaltung. Das Ziel sei es, Geldgeber zu finden und sich wieder von Paddle8 zu trennen, heißt es in einer Pressemitteilung von Auctionata.