Neues Jahr, neue Rekordpreise

Teuerstes bei einer Auktion versteigertes Auto

Bei der Auktion von Artcurial im Rahmen der Retromobile in Paris fiel der Hammer für den 1957er Ferrari 335 S Scaglietti mit der Chassisnummer 0674 bei 32.075.200 Euro (inklusive Aufgeld). Das ist ein neuer Rekord für eine Automobilauktion – allerdings nur, wenn man in Euro oder britischen Pfund rechnet. Denn in Dollar war der 2014 versteigerte Ferrari 250 GTO (3851GT) aufgrund des Wechselkurses noch ein bisschen teurer.
Der nun versteigerte 335 S Scaglietti stammt aus der umfangreichen Ferrari-Sammlung des 2012 verstorbenen Pierre Bardinon. Schon im Dezember letzten Jahres brachte ein Ferrari 290 MM aus der selben Kollektion fast 26 Millionen Euro.

Nur ein Rennen gewonnen

Der nun versteigerte 335 S Scaglietti hat zwar eine bewegte Renngeschichte hinter sich, konnte aber nur einen Sieg in seiner Karriere verbuchen: 1958 gewannen Masten Gregory und Stirling Moss mit 0674 den Grand Prix von Kuba. Im Jahr zuvor ging der Wagen zuerst mit Peter Collins und Maurice Trintignant bei den 12 Stunden von Sebring an den Start. Anschließend pilotierte Wolfgang Graf Berghe von Trips den Wagen zum zweiten Platz bei der Mille Miglia. Das Fahrerduo Mike Hawthorn und Luigi Musso bewegten 0674 bei den Grand Prix von Schweden und Venezuela sowie bei den 24 Stunden von Le Mans. Dort erreichte Hawthorn zwar den ersten Rundenschnitt von über 200 km/h in diesem Rennen überhaupt, fiel aber bereits in der fünften Stunde aufgrund von mechanischen Problemen aus.

Weitere Rekorde bei Artcurial

Der Ferrari war nicht das einzige Rekordergebnis an diesem Wochenende für Artcurial. Ein 1954er Facel Vega 54 Prototype gilt nun mit einem Zuschlagspreis von 500.600 Euro als teuerstes Auto der Marke. Ebenso brachten ein Citroën 11 CV Cabriolet 166.880 Euro und eine Sahara-Ente satte 172.800 Euro. Der Trend bleibt also ungebrochen, besondere Autos bringen nach wie vor sehr viel Geld.