The Laurel Story

The Laurel Story

Hey Leute,

hier stelle ich ein nicht ganz so gängiges Fahrzeug vor. Ein 1985er Nissan Laurel mit dem seltenen 2.4 Liter R-6-Benzinmotor. Der Laurel als Modell ist auch in Deutschland nicht unbekannt, allerdings eher als Diesel mit dem 2.8 Liter großen 6-Zylinder. Dieser war besonders für den Taxibetrieb beliebt.

Meinen Vertreter habe ich vor fünf Jahren in Frankfurt erstanden. Er ist im unrestauriertem Originalzustand und punktet mit seiner umfangreichen aber zuverlässigen Serienausstattung. Zu dieser gehört unter anderem ein elekt. Stahlschiebedach, 4x elekt. Fensterheber, elekt. Spiegel, voll versenkbare und einstellbare Intervallscheibenwischer, Scheinwerferreinigungsanlage, Digitaluhr, Leselampen an jedem Platz, Sitzhöhenverstellung mit einstellbarer Lendenwirbelstütze, Lenkradhöhenverstellung und diverse Anzeigen für z.B. „Tür offen“, „Gurt anlegen“ und eine Energieeffizienzanzeige, welche den Kraftstoffverbrauch reduzieren soll. Mein Modell ist zudem noch mit einer 4-Gang-Overdriveautomatic und Metalliklackierung ausgestattet. Eine Klimaanlage gab es auf Wunsch. Alleine die umfangreiche Serienausstattung war damals in der Preisklasse ein Highlight und selbst Anfang der 90er Jahren bei anderen Limousinen noch selten anzutreffen.

Wenn ich mit diesem Vehikel unterwegs bin, werde ich gerne mal angesprochen. Meistens wird man angestrahlt mit den Worten: „Oh, ein alter Volvo“. Dann antworte ich: „Nein, ein Laurel“. Meist wird dann mit dem Kopf genickt, begleitet mit einem „Ah ja“. Im Gesicht erkennt man aber die Unsicherheit über diesen Namen. Gelegentlich wird er aber auch für einen Chevy gehalten.

Dieses Auto verkörpert ganz cool die 80er mit seinen Ecken und Kanten und einem cw-Wert wie eine Eiche-Brutal-Schrankwand. Aber gerade das mag man oder eben nicht. Leider ist die Ersatzteilversorgung katastrophal was Karosserieteile angeht. Alles andere ist gut zu bekommen. Trotzdem hat er in den fünf Jahren noch fast keinen Ärger gemacht. Lediglich ein Vorwiderstand der Bosch L-Jetronic ist defekt gewesen. So wurde kein Kraftstoff mehr in den sechsten Zylinder eingespritzt. Dieser war nach nur sechs Wochen Lieferzeit eingetroffen.

Alles im allen ist es seit dem H-Kennzeichen ein günstiger Klassiker geworden. Auch dank eines Verbrauchs von 10-12 Liter. Vor dem begehrten „H“ kostete das Fahrzeug ohne KAT ca 630,-€. Der 2.8 Liter Diesel sogar 1085,-€ jährlich.

In diesem Sinne, Gute Fahrt!