Massenweise alte Neuwagen unterm Hammer

Eine Goldgrube im Nirgendwo

Im kleinen Örtchen Pierce, im US-Bundesstaat Nebraska, irgendwo zwischen Denver und Chicago, herrscht seit einigen Wochen Ausnahemzustand: Familie Lambrecht, Inhaber der einzigen Chevrolet-Vertretung im 1700-Seelen-Ort, gibt ihr Geschäft endgültig auf – obwohl sie es bereits 1996 offiziell tat. Doch richtig trennen, wollten sich Firmengründer Ray Lambrecht (95) und seine Frau Mildred (92) erst jetzt. Das Lebenswerk des umtriebigen Autohändlers sprengt die Vorstellungskraft der meisten Auto-Liebhaber: Mehr als 500 Autos hat das Händler-Paar seit gut sechs Jahrzehnten angehäuft. In der ehemaligen Werkstatt, in Hallen und auf einigen Feldern. In Pierce ist die Marke Chevrolet und Lambrechts Autohandel allgegenwärtig. Der Geschäftsmann kaufte immer wieder Neuwagen ein, nahm Gebrauchtwagen in Zahlung. Was er nicht verkaufen konnte, lagerte er zwischen. Auch deutlich mehr als 50 Neuwagen mit zumeist weniger als zehn Meilen auf dem Tacho. Einige sind eingestaubt und verdreckt, andere lagerten Jahrzehnte unter freiem Himmel und lassen einen nur schwer glauben, dass sie noch öffentliche Straßen gesehen haben. Ob Ray Lambrecht bewusst auf bessere Zeiten und damit verbundene Wertsteigerungen hoffte oder einfach den Überblick verloren hat, bleibt reine Spekulation.

Der größte Teil der Sammlung, inklusive seltener Werbeartikel und Reperaturteile, ist schon online, das Bietverfahren bereits in vollem Gange. Am 28. und 29. September 2013 folgt dann der Showdown:Unter Berücksichtigung der Online-Gebote wird dann alles versteigert, was nicht niet- und nagelfest ist. Sollten Sie zufällig in den USA sein, sollten Sie sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

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