Die H-Kennzeichen-Anwärter in der Mängelstatistik

Wie gut schneiden die kommenden Oldtimer ab?

Das anerkannte Oldtimer bei der Hauptuntersuchung gut da stehen, ist allgemein bekannt – und sicherlich der hervorragenden Pflegementalitität ihrer Besitzer geschuldet. Doch wie sieht es bei Youngtimern und den angehenden Oldtimern aus? Die Modell von 1987 kommen schließlich in diesem Jahr in den Genuss des begehrten H-Kennzeichens. Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hat sich fünf Fahrzeuge aus dem Jahrgang 1987 genauer angeschaut, den einen oder anderen technischen Mangel aufgespürt und ihre Stärken und Schwächen in einem Ranking aufgelistet.

Jahrgangs-Primus Mercedes-Coupé

Mängelzwerg unter den „neuen“ Oldtimern ist das Mercedes Coupé (C124). Genau 42,4 Prozent der von GTÜ-Prüfingenieuren gecheckten Wagen absolvierten die Hauptuntersuchung „ohne erkennbare Mängel“, 29 Prozent wiesen lediglich geringe Mängel auf und nur 28 Prozent der überprüften 124er Coupés blieb die neue Plakette aufgrund gravierender Probleme versagt.

Ford vor Mazda, Audi und Peugeot

Etwas überraschend belegt der Ford Sierra den zweiten Platz mit 39,4 Prozent mängelfreien Fahrzeugen, 32 Prozent fielen aber aufgrund grober Mängel durch die Hauptuntersuchung. Das Podium komplettiert der Mazda 626, von dem 37,6 Prozent der getesteten Wagen es mängelfei durch die Hauptuntersuchung schafften. Nur unwesentlich schlechter schneidet der BMW 3er Touring (E30) im GTÜ-Ranking ab, bei dem mehr als ein Drittel mängelfrei unterwegs ist. Schlechter schneiden dagegen der Audi 80 (Typ 89) und der Peugeot 405 ab. Beim Franzosen sind 38 Prozent aller Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln zur Hauptuntersuchung erschienen.

Die Hauptkritikpunkte waren meistens Umweltbelastung durch Ölverlust, Verschleiß an Fahrwerk und Bremse, sowie häufig Korrosionsschäden. Einzig der Audi glänzte dank vollverzinkter Karosserie in diesem Bereich durch Bestwerte.