Der Trekka, das unbekannte Wesen

Tschechisch-Neuseeländische Kooperation

Trekka – nein, das ist nicht etwa die umgangssprachliche Ausschreibung eines Traktors, sondern der Name eines Automobils. Wie, Sie haben noch nie von Trekka gehört? Um ehrlich zu sein, wir bisher auch nicht. Und das, obwohl der Trekka aus dem Hause Škoda stammt. Aber der Reihe nach.
Vor 50 Jahren, genauer gesagt am 2. Dezember 1966, fiel der Startschuss für die Produktion des Trekka, eines leichten Geländewagens. Doch nicht etwa in Mladá Boleslav sondern in der neuseeländischen Stadt Otahuhu. Škoda, Neuseeland? Ja wirklich, der tschechische Hersteller hatte tatsächlich schon sehr lange Beziehungen in das weit entfernte Land. Bereits Automobile von Laurin & Klement wurden vor über 100 Jahren nach Neuseeland exportiert.

Geländewagen auf Octavia-Basis

Mitte der sechziger Jahre entschied sich der Hersteller daher, einen eigenen Geländewagen für die entlegene Region zu produzieren. Basierend auf dem verkürzten Zentralrohrrahmen mit Einzelradaufhängung des Octavia (der aus Mladá Boleslav zugeliefert wurde) setzten der neuseeländische Designer George Taylor und der Škoda-Entwickler Josef Velebný eine eigens gestaltete zweckmäßige Karosserie. Ein 47 PS starker 1,2-Liter-Vierzylinder sorgte zusammen mit einer kurzen Achsübersetzung und einer ehöhten Bodenfreiheit von 19 Zentimeter für eine erstaunliche Geländegängigkeit des heckgetriebenen Trekka. Auf Wunsch war sogar ein Sperrdifferenzial erhältlich. Die Kunden konnten zudem zwischen dem dreitürigen Pick-up mit zwei bis acht Sitzen, Planverdeck, festem Kunststoffdach, dem Kombi (Station Wagon) sowie der Strandausführung wählen.

Von 1966 bis 1972 entstanden fast 3000 Trekka, die außerdem nach Australien, Fidschi, Samoa und Vietnam exportiert wurden. Noch heute verkauft Škoda auch in Neuseeland offiziell Autos. Der Trekka ist jedoch auch dort nahezu in Vergessenheit geraten…