40 Jahre Gurtpflicht in Deutschland

Pflicht ohne Strafe

Anfang Januar 1976, als vor genau 40 Jahren wurde die Gurtpflicht in Deutschland eingeführt. Bereits zwei Jahre vorher war der Einbau von Gurten auf den Vordersitzen bei Neuwagen gesetzlich vorgeschrieben worden. Diese Maßnahmen sollten die exorbitanten Unfallopferzahlen in Deutschland drastisch senken, doch in weiten Teilen der Bevölkerung regte sich Widerstand: Viele Autofahrer wollten nicht "gefesselt" hinterm Steuer sitzen und fühlten sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Auch verschiedene Werbeaktionen brachten kaum Besserung.

Erst das Bußgeld bringt Besserung

Zunächst blieb die Nichtbeachtung der Vorschrift jedoch ungestraft, zumindest rein rechtlich betrachtet. Denn erst ab dem 1. August 1984 wurde das Fahren ohne angelegten Gurt mit einem Bußgeld von 40 DM belegt. Grund dafür, war, dass bis dahin nur gerade einmal 60 Prozent aller Fahrzeuginsassen einen Sicherheitsgurt benutzten. Nach der Einführung des Bußgelds schnellte die Quote schnell auf immerhin 90 Prozent hoch. Gleichzeitig ging auch die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen drastisch nach unten. Heute steht der Sicherheitsgurt im Auto als Lebensretter Nummer Eins völlig außer Frage und für nahezu alle Autofahrer fühlt sich Fahren ohne Gurt "irgendwie nackt" an.

 

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